Data-Mining & Prospektion

Überblick über die relevanten Daten zu verschaffen, Daten sichten, Kauf durchführen.

Data-Mining & Prospektion

Die Rohstoffsuche in Deutschland und Europa geht weit bis ins Mittelalter zurück. In Agricolas Werk über die Erzlagerstätten des sächsischen und böhmischen Erzgebirges, wurden Lagerstätten erstmals systematisch beschrieben und erfasst. Seit dieser Zeit wird der Untergrund zunehmend wissenschaftlich erforscht. Daher liegen in Deutschland und in Europa flächendeckend große Datenbestände aus geologischen und geophysikalischen Untersuchungen vor. Wissenschaftliche Publikationen erweitern den Wissensstand.

Die regionale Exploration von Rohstoffen erfolgt in Wellen. Je nach Rohstoff, Höffigkeit der Lagerstätte, Förderkosten und dem zu erzielendem Marktpreis, kann eine Region im Laufe der Zeit in unregelmäßigen Abständen in den Fokus von Aufsuchungstätigkeiten gelangen. In diesen Zeiten werden durch massive Explorationskampagnen Daten erhoben und gesammelt. Beispiele für solche Explorationswellen sind

  • der Oberrheingraben mit der früheren Suche und Abbau von Silber, Sulfat, Kohle, Erdöl, Erdgas und der heutigen Gewinnung von Erdwärme;
  • die Süddeutsche Molasse mit der früheren Suche und Förderung von Erdöl, Erdgas und der heutigen Gewinnung von Erdwärme.

Flächendeckende geologische Kartierungen, systematische Bohrungen nach Erdöl und Erdgas und damit verbundene gravimetrische und reflexionsseismische Messungen aus z. T. sehr alten Untersuchungskampagnen liefern die erste Grundlage für Data-Mining und Prospektionsvorhaben.

Ziel des Data-Mining ist es,

  • sich einen Überblick über die relevanten Daten zu verschaffen,
  • ggf. den Inhaber ausfindig zu machen,
  • die Daten zu sichten,
  • Kaufabsichten zu erklären
  • und den Kauf durchzuführen.

Es ist dabei die Aufgabe des Explorationsgeologen, in alle Richtungen zu denken, auch wenn sie auf den ersten Blick keinen Bezug zur Tiefen Geothermie haben. So können Untersuchungen zur Standortfrage von Kernkraftwerken interessante Ergebnisse über die Lage und Aktivität von Störungszonen beinhalten oder geochemische Untersuchungen an oberflächennahen Brunnen Hinweise auf aufsteigendes Thermalwasser liefern.

In Regionen mit spärlicher Datenlage, z. B. manche Regionen des ostafrikanischen Grabens oder des indonesischen Urwalds, beginnt die Arbeit des Explorationsgeologen mit der Prospektion. Diese beinhaltet Luftbild- und Satellitenbildauswertung, Übersichtskartierung, Datenaufnahme im Gelände sowie die Proben- und Messwertnahme von Bodenluft, Grund- und Quellwasser.
Am Ende jeder Data-Mining und Propektionskampagne werden die Daten durch den bearbeitenden Geologen bewertet. Er bestimmt, wie wichtig die Daten für die weitere Feldesentwicklung sind und welche Bedeutung sie haben. Am Ende spricht er eine Empfehlung aus, welche Daten beschafft oder neu gewonnen werden sollen.

Die Geologen der GeoThermal Engineering GmbH haben über 15 Jahre Erfahrung in der Recherche, Einsichtnahme und Bewertung von bereits verfügbaren Explorationsergebnissen und Prospektion.